09.02.2017

Großdemonstration von dbb und DGB: „Wir sind es wert!“

Über 7.000 vor dem Düsseldorfer Landtag sind vor der 3. Verhandlungsrunde ein deutliches Signal in Richtung Arbeitgeber (TdL). Die DSTG war mit knapp 1.000 TeilnehmerInnen die stärkste Fachgewerkschaft vor Ort. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben ein angemessenes Angebot als Zeichen der Wertschätzung verdient!

 

Nach der ergebnislosen 2. Verhandlungsrunde hatten die Gewerkschaften Proteste und Warnstreiks angekündigt. Den Anfang machten gestern Stuttgart, Dresden, Kiel, Schwerin, Erfurt und Saarbrücken. Heute waren Düsseldorf, Nürnberg, Hannover und Hamburg dran. Am 14.02. folgen noch Magdeburg und am 15.02.2017 Mainz. Die weiß-blauen Fahnen der DSTG immer mittendrin.

 

Frische 4 Grad waren es, als sich die Truppen des dbb-Demozuges vor dem Finanzministerium sammelten. Die DSTG war mit knapp 1.000 TeilnehmerInnen die stärkste Fachgewerkschaft vor Ort und stellt fast die Hälfte des gesamten Demozuges.

 

Der dbb Landesbundvorsitzende Roland Staude eröffnete die Auftaktkundgebung und unterstrich noch einmal die berechtigten Forderungen nach 6 Prozent plus. Vor dem Hintergrund des positiven Haushaltsabschluss 2016, der zum großen Teil auf Überschüsse im Personalkostenbudget zurück zu führen sei, kündigte er an, in den Besoldungsgesprächen für den Beamtenbereich noch einmal die zeitliche Verzögerung auf die Tagesordnung zu setzten.

 

Danach ergriff unser Landesvorsitzende Manfred Lehmann das Wort und stimmte die TeilnehmerInnen in seiner gewohnten Art auf den Marsch zum Landtag ein. "Ich freue mich, dass wir hier heute gemeinsam stehen, dass wir heute gemeinsam für unsere Rechte kämpfen. Ganz egal, ob Tarifbeschäftigte oder Beamte: Unseren Protest tragen wir zusammen auf die Straße. Wir fordern eine gerechte Bezahlung. Wir fordern die Anerkennung von Leistungen. Wir fordern Wertschätzung und Respekt. Wir fordern 6 % mehr Gehalt. Und immer wieder müssen wir die TdL und den Finanzminister daran erinnern: Gute Leistung ist nicht für kleines Geld zu haben.", so Lehmann.

 

Im Anschluss zog das weiß-blaue Fahnenmeer am Eingang des Finanzministeriums vorbei, durch die Innenstadt in Richtung Landtag. Kurz vor der Rheinkniebrücke trafen sich die Demozüge von dbb und DGB und strömten gemeinsam auf die Landtagswiese zur Abschlusskundgebung. Neben den Verhandlungsführern Willi Russ (dbb) und Frank Bsirkse (ver.di) hatten sich am Ende über 6.000 Gewerkschaftler versammelt.

"Es gibt eine klare Erwartungshaltung bei den Beschäftigten, dass sie ihr 'Stück vom Kuchen' bekommen. Wir haben die Chance, nächste Woche den Sack zuzumachen und einen tragbaren Kompromiss zu finden." Dafür müsse sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), aber "noch ein gutes Stück auf die Forderungen der Beschäftigten zubewegen." erklärte Russ.

 

Von der Kundgebung ging ein deutliches Signal der Entschlossenheit in Richtung Arbeitgeber aus. Gerade rechtzeitig vor der anstehenden dritten - und entscheidenden - Verhandlungsrunde am 16. Februar 2017! Eine Forderung nach mehr Wertschätzung und angemessener Gehaltserhöhung! Die Schere zwischen der Gehalts- und Besoldungsentwicklung der Bundes- und Landesbeschäftigten muss endlich geschlossen werden. Denn: "Wir sind es Wert!"

 

Der neueingerichtete Landesvorstand war schon für Euch vor Ort in Aktion! Von uns ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren. Auch wenn auf dem Marsch die Sonne rauskam, waren alle nach viereinhalb Stunden auf der Straße ganz schön durchgefroren. Vielen Dank für Eure Zeit, Eurer Durchhaltevermögen und Eure Unterstützung!

 

 

DSTG NRW - spürbar aktiv!