Warnstreik am 20.01.2026: 1.200 x Rheinlandpower – WIR sind viele. WIR sind laut. WIR sind sauer!
Warnstreik 20.01.2026: Aftermovie
In der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifrunde TV-L 2025/2026 am 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam haben die Arbeitgeber der Länder erneut kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.
Stattdessen wurde lediglich skizziert, was aus ihrer Sicht „denkbar“ sei:
- Entgeltsteigerungen nur knapp über der Inflationsrate,
- Nullmonate im Jahr 2025,
- eine Laufzeit von 29 Monaten,
- deutliche Abstriche bei Zulagen, strukturellen Verbesserungen und bei der Attraktivität für Nachwuchskräfte.
Inakzeptables nicht verhandlungsfähiges Angebot = mangelnde Wertschätzung!
Damit würden die Beschäftigten der Länder klar hinter dem Abschluss für Bund und Kommunen (TVöD 2025) zurückfallen. Genau das hat die Verhandlungskommission des dbb unmissverständlich als inakzeptabel zurückgewiesen. Die TdL hat die zweite Runde faktisch ungenutzt verstreichen lassen und keinerlei ernsthafte Bereitschaft gezeigt, die drängenden Probleme des öffentlichen Dienstes anzugehen: Personalnot, steigende Arbeitsbelastung und massive Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften.
Ein Schlag in Gesicht!
Aus gewerkschaftlicher Sicht ist dieses Vorgehen eine Frechheit, ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung und ein Schlag ins Gesicht all der Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich dafür sorgen, dass der Laden trotz Unterbesetzung läuft. Wer so verhandelt, riskiert bewusst eine Eskalation – und trägt die Verantwortung dafür.
Konsequenz: Warnstreik und starke Aktionen im Rheinland!
Als Reaktion auf diese Blockadehaltung hat der dbb die Warnstreikfreigabe erteilt Die DSTG Bezirksverband Rheinland hat daraufhin für den 20.01.2026 die tarifbeschäftigten Mitglieder zum Arbeitskampf aufgerufen – mit deutlicher Wirkung!
Spielbanken Monheim und Aachen: Heute geschlossen!
Bereits um 0.00 Uhr legten am 20.01.2026 die Revisoren in der Spielbank Monheim die Arbeit nieder. Der Spielbetrieb musste eingestellt werden. Um 8:00 Uhr folgte die Spielbank Aachen. Auch hier blieb der Betrieb vollständig geschlossen.
Zwei Spielbanken am gleichen Tag dicht, ein klares Signal: Ohne uns läuft nichts!
Kundgebungen: 1.200 Teilnehmende gleichzeitig an 5 Standorten
Parallel dazu fanden am 20.01.2026 Kundgebungen in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen und Köln statt – bewusst in der Mittagspause, sichtbar, laut und entschlossen. Insgesamt 1.200 Tarifbeschäftigte und Beamtinnen und Beamte folgten dem Aufruf der DSTG Rheinland. Die Beteiligung zeigt eindrucksvoll: Der Frust sitzt tief, die Bereitschaft zum Protest ist groß, der Zusammenhalt stimmt. Das Video dokumentiert diese Rheinlandpower eindrucksvoll!
Jetzt erst recht: Alle am 10.02.2026 auf nach Düsseldorf!
Diese Aktionen waren kein Selbstzweck. Sie sind ein Vorgeschmack auf das, was kommt, wenn die Arbeitgeber weiter mauern. Die dritte und entscheidende Verhandlungsrunde steht im Februar an – und bis dahin muss der Druck weiter erhöht werden.
Darum gilt: 10.02.2026 – Großkundgebung von dbb und DGB in Düsseldorf mit Protestmarsch vom Finanzministerium zur Abschlusskundgebung auf der Wiese vor dem Landtag NRW.
Lasst uns gemeinsam zeigen, dass wir viele sind!
Lasst uns laut sein – für Respekt, für faire Bezahlung, für einen starken öffentlichen Dienst!
Für eine angemessene und faire Bezahlung. Für Wertschätzung unserer Arbeit. Für unsere Zukunft!

