Düsseldorf,
09. Juli 2003
Kranzniederlegung vor dem Finanzministerium
Finanzbeamte in NRW und ihre Familien sind stinksauer! Ursache dazu sind die seit Wochen über die Medien bekannt gewordenen Absichten von Rot-Grün, drastische Gehaltskürzungen bei gleichzeitiger Arbeitszeitverlängerung vorzunehmen. Anstatt hoch motiviert gehen die Beamten mit geballter Faust in der Tasche zum Dienst in die Finanzämter.
Mit einem symbolischen Trauermarsch zum Finanzministerium und einer Kranzniederlegung vor dem Ministerium von Finanzminister Dieckmann dokumentieren Landesleitung und Düsseldorfer Ortsverbände der Steuer-Gewerkschaft heute den Niedergang der Motivation der Beschäftigten in den Finanzämtern. Nach den Demonstrationen der DSTG bei den Parteitagen von SPD in Bochum und BÜNDNIS 90/Die Grünen in Düsseldorf am vergangenen Sonntag, ist die heutige Demo die Fortsetzung beim Sturmlauf gegen Rot-Grün.
„Einkommenskürzungen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld wären eine Unverfrorenheit der Landesregierung,“ so der Vorsitzende der DSTG in NRW, Werner Siggelkow, heute in Düsseldorf. „Beides sind weder freiwillige oder gnadenhalber zu zahlende Leistungen, sondern Einkommensbestandteile, die zum Lebensunterhalt der Beamtenfamilien erforderlich sind,“ so Siggelkow weiter.
Die DSTG lehnt weitere Gehaltskürzungen für
Beamte ab. Wenn staatliche Leistungen allgemein gekürzt oder gestrichen
werden, sind Beamtenfamilien genauso betroffen wie alle anderen Familien in
NRW auch. Deshalb sind zusätzliche Gehaltskürzungen, nur weil man auf der
Lohnliste des Landes steht, Sonderopfer, die schärfsten Protest hervorrufen
Die DSTG lehnt die Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 41 Stunden für Beamte ab, weil dadurch 1.350 Arbeitsplätze allein in den Finanzämtern wegfallen. Die Anzahl der Arbeitslosen wird entsprechend steigen. Außerdem haben die Beamten, die 38,5 Stunden-Woche seit Anfang der 90’er Jahre mit 4,6 % Gehaltsverzicht bezahlt.
Verantwortlich: Meinolf
Guntermann
Stellv.
Vorsitzender
und
Pressesprecher