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vor dem Landtag
bevor sich der Demozug auf den Weg zum Hofgarten direkt vor dem
Finanzministerium machte. Die DSTG hatte zur Sonderaktion
„Schutzschirm für den öffentlichen Dienst“ aufgerufen und über
1.000 weiß-blaue Schirme an die Demoteilnehmer verteilt. Dies
war nicht nur eine schöne Illustration der Forderung, sondern
sollte unterwegs auch von praktischem Nutzen
sein. Auch diesmal waren wieder ein paar interessante Plakate
und Spruchbanner dabei. Auf einem Banner war zu lesen: „Arbeitest Du
noch oder bettelst Du schon?“. Eine Kollegin hatte ihre eigene
Interpretation eines Schutzschirms mitgebracht, die nur aus
einem nackten Gestänge bestand. Der Protestzug schlängelte sich
eine Stunde lang durch die Düsseldorfer Innenstand, vorbei an
der Haustür unseres Finanzministers, bevor sich der weiß-blaue
Teilnehmerstrom in den Hofgarten ergoss.
Die Anmoderation der
Kundgebung übernahm unser Kollege Helmut Overbeck, der zu
Beginn erst einmal die Demonstranten seiner DSTG herzlich
grüßte. Die Eröffnungsrede übernahm Frank Stöhr, Vorsitzender
der dbb Tarifunion, der direkt zu Beginn die Position der
Gewerkschaften deutlich machte. „Wir haben eine vernünftige
Forderung! Wir haben starke Argumente! Wir haben aber auch die
notwendige Geschlossenheit, um eine harte Einkommensrunde
durchzustehen.“, so Stöhr. Den Finanzminister forderte er auf:
„Herr Linssen, wo wir heute noch warnstreiken, können wir morgen
auch in den Vollstreik gehen! Wo wir heute schon 5.000 sind,
werden wir morgen noch viel mehr sein. Also Herr Linssen, machen
Sie endlich ein Angebot! Wir brauchen konstruktive und
zielorientierte Verhandlungen und keine Rituale. Ein echtes
Verhandlungsangebot vorzulegen, ist auch eine Frage des
Respekts. Ihre Verweigerungshaltung lassen wir uns nicht
gefallen! Wir wollen endlich ein Angebot! Sonst stehen wir bald
wieder hier!“, was von den Teilnehmern mit einem
ohrenbetäubenden Pfeifkonzert kommentiert wurde.
Danach trat der
Vorsitzende des dbb nrw ans Mikro. „Null Bewegung! Null
Angebot = Null-Runde! Das ist eine Provokation!“, stellte
Eisenhöfer fest und forderte eine Abwrackprämie für
Arbeitgeber. Er erinnerte an 2006, wo erst nach wochenlangem
Streik die Arbeitgeberseite einlenkte. „Wir empfinden keine
Lustgefühle bei Demonstrationen und Streiks. Erst recht nicht
bei 4 Grad Celsius. Das ist reine Notwehr!“, so der dbb
Landesbundvorsitzende weiter.
Die Nachfolgenden
Redner machten noch einmal deutlich, dass Gerechtigkeit nicht
teilbar ist. Nachdem die Bundesbeamten bereits einen
angemessenen Abschluss im letzten Jahr erhalten haben, sind
jetzt die Landesbediensteten dran. Sachgründe für eine
unterschiedliche Behandlung gibt es nicht. Aufgaben und
Belastung sind absolut vergleichbar. Einen Öffentlichen Dienst
erster und zweiter Klasse kann und darf es nicht geben!
Zum Schluss heizte
der DSTG-Landesvorsitzende den Teilnehmern noch einmal
richtig ein. „Liebe Freunde, da drüben ist das
Finanzministerium, da drüben ist der Dienstsitz unseres
Finanzministers und unseres Chefs. Seine eigenen Leute sind
sauer, wir fordern jetzt endlich gutes Geld für gute Arbeit.“,
so Lehmann. Mit Blick auf das Finanzministerium machte
er noch einmal unmissverständlich deutlich: „Hier und heute
sagen wir unserem Finanzminister – direkt vor seiner Tür: Wir
sind dran mit einer echten, einer spürbaren Gehaltserhöhung. Wir
sind dran, mit einer anständigen, mit einer fairen Behandlung
durch unseren Arbeitgeber. Wir sind dran mit 8 % mehr Gehalt. In
2009 ist Zahltag! Jetzt muss endlich ein anständiges Angebot,
ein sauberer Tarifabschluss mit deutlich mehr Geld für alle auf
den Tisch. Dafür kämpfen wir! Dafür sind wir heute hier!“
Wir möchten uns
an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmerinnen und
Teilnehmern dafür bedanken, dass Sie für die Daheimgebliebenen
mitdemonstriert haben!
Bildimpressionen:
Sammeln vor dem Landtag
Demozug durch Düsseldorf
Banner und Plakate
Kundgebung im Hofgarten
WDR:
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