Datum

Meldung

14-12-07

DSTG Landesvorstand fordert: Verantwortung übernehmen und Bezüge sofort anpassen!

Die Deutsche-Steuergewerkschaft hat bereits Mitte des Jahres die Anpassung der Beamtenbezüge gefordert. Eine weitere Abkopplung der Beamtenbesoldung und -Versorgung von der Lohn- und Gehaltsentwicklung ist unzumutbar. Insbesondere im Hinblick auf die seit Jahren erbrachten Sonderopfer (u.a. Kürzung des Weihnachtsgeldes, Streichung des Urlaubsgeldes, Arbeitszeitverlängerung, Nullrunden von 2005 bis heute) der Beamtinnen und Beamten zur Haushaltskonsolidierung. Aufgrund dieser Kürzungsmaßnahmen wird der Haushalt jährlich mit mehr als 2 Milliarden € entlastet.

Die Ankündigung der Landesregierung eine prozentuale Einkommenserhöhung für Beamtinnen und Beamte in Höhe von 2.9% erst zum 01. Juli 2008 vorzunehmen, war für die Betroffenen wie ein Schlag ins Gesicht. Ist das der Dank für die geleistete Arbeit? Zu dem besonderen Treueverhältnis der Beamtinnen und Beamten gehört ebenso der Anspruch auf Teilhabe an der allgemeinen Einkommensentwicklung. Dieses wird von der Landesregierung bisher ignoriert. Während dessen besitzt die Politik die Frechheit, Diätenerhöhungen zu beschließen. Als Begründung wurden Einkommensentwicklung und Preissteigerungen angeführt. Da dieses auch für die Beamtenhaushalte gilt, unterstützt die DSTG die Forderung des dbb nrw auf eine Anpassung der Bezüge um 3% rückwirkend ab dem 01.10.2007. Damit ist sichergestellt, dass. wie bei den Tarifbeschäftigten, die lineare Anpassung für das gesamte Jahr 2008 erfolgt.

Der Landeshauptvorstand der DSTG NRW fordert Landesregierung und Landtag auf, Verantwortung zu übernehmen und die Bezüge endlich nach dreijähriger Nullrunde sofort anzupassen. Sollte dies verweigert werden, sagt der Hauptvorstand mit aller Deutlichkeit: „Beamte haben kein Streikrecht, aber ein Wahlrecht!“

Pressemitteilung

08-11-07

Personalabbau durch PEM zum 01.01.2008:

Offener Brief an den Finanzminister

Der Landesvorsitzende hat zum Thema "Personalabbau durch das Landesamt für Personaleinsatzmanagement zum 01.01.2008" gerichtet und deutliche Kritik geübt. "Die politische Entscheidung, weiterhin in unserer Verwaltung Personal abzubauen, wird seitens der DSTG NRW nicht mitgetragen. Die nachvollziehbaren Argumente der DSTG, warum ein Personalüberbestand nur auf dem Papier existiert, wurden in den Wind geschlagen. In einer Zeit, in der wir unter einer katastrophalen Steuergesetzgebung leiden und bei weitem noch nicht die erhoffte maschinelle Unterstützung für den Veranlagungsbereich in Aussicht haben, ist Personalabbau in der Einnahmeverwaltung eine eklatante fiskalpolitische Fehlentscheidung.", so Kaldenhoff.

Der Minister solle seinen Beschäftigten endlich reinen Wein einzuschenken. Es sei seine Pflicht seinen Beschäftigten  anhand belastbarer Fakten darzulegen, wie ab dem 01.01.2008 in den Finanzämtern die Arbeit noch erledigt werden soll und wie er gedenkt, dies zu honorieren!

Offener Brief vom 02.11.2007

20-10-07

Haushalt 2008: DSTG bei der Expertenanhörung zum Haushalt 2008 im Landtag stark vertreten

Neben dem Richterbund, dbb und DGB wurde die DSTG zum Haushalt 2008 traditionsgemäß vom Unterausschuss Personal des Haushalts- und Finanzausschusses im Landtag eingeladen und hat am 16.10. ihre Stellungnahme abgegeben, wobei schwerpunktmäßig auf die enorm gestiegene Arbeitsbelastung durch zunehmende Gesetzeskomplexibilität und Personalabbau hingewiesen wurde.

Sehr ausführlich wurde auch die unerträgliche Besoldungs- und Beförderungssituation in der Steuerverwaltung dargelegt. Wir haben sehr deutlich gemacht, dass die Art und Weise, wie die Landesregierung mit ihrem Personal, insbesondere mit den Beamtinnen und Beamten, umgeht, im höchsten Maße skandalös ist.

Stellungnahme der DSTG zum Haushalt 2008

01-10-07

Service für Mitglieder: Katalog Winter 2007 / Frühjahr 2008 ist da! Jetzt auch mit Online-Reiseshop!

Wir haben seit geraumer Zeit auch Reisen exklusiv für DSTG-Mitglieder im Programm. Neben Familien-, Wellnes- und Städte-reisen sind auch Flugreisen, Kreuzfahrten und Vieles mehr im Angebot! Unser Serviceangebot geht nun in die nächste Runde. Der Katalog Herbst – Winter 2007/2008 ist endlich da und die Angebots-palette kann sich sehen lassen. Es sind auch wieder ein paar interessante Reise-ziele hinzugekommen.

Ab sofort steht Ihnen auch ein Online-Reiseshop zur Verfügung, wo Sie neben den Angeboten aus dem Katalog auch Sonderangebote finden und direkt buchen

können. Natürlich erhalten DSTG-Mitglieder auch weiterhin einen Rabatt von 5% auf alle Buchungen. Im Online-Reiseshop können sie bei Bedarf die Printausgabe des aktuellen Kataloges anfordern, der Ihnen dann kostenfrei nach Hause geschickt wird. Schauen Sie doch mal rein! Vielleicht ist ja auch für Sie was dabei!

19-09-07

LPVG mit geringfügigen Änderungen verabschiedet!

Das Landespersonalvertretungsgesetz wurde am 19. September 2007, mit geringfügigen Änderungen des ursprünglichen Entwurfs, durch den Landtag verabschiedet. Lediglich im Bereich der Erörterung, Personalversammlung und gemeinschaftliche Besprechung wurden noch geringfügige Änderungen übernommen. Die Beschlussempfehlung, die unverändert übernommen wurde, ist als Anlage einzusehen.

Unzählige Gespräche, die von Personalvertretern, Gewerkschaftern und Dienststellenleitern mit den Politikern geführt wurden, wurden allesamt ignoriert. Das neue Landespersonalvertretungsgesetz, welches noch nicht einmal mit dem Bundespersonalvertretungsgesetz identisch ist, ist ein herber Rückschlag für den Umgang und das Miteinander zwischen Personal und Verwaltung. Offensichtlich wollte die neue Landesregierung hiermit Stärke und Macht gegen ihre Beschäftigten demonstrieren. Dies ist wohl offensichtlich gelungen.

Die DSTG wird gemeinsam mit dem dbb auf eine baldige Änderung des Gesetzes hinwirken.

07-09-07

Initiative Öffentlicher Dienst:

Plakataktion der Initiative Öffentliche Dienste bundesweit gestartet: Genug gespart – wir machen mobil für einen leistungsstarken Staat!

50.000 Pflegestellen weniger in den öffentlichen Krankenhäusern, mehr als 10 .000 weniger Stellen in der kommunalen Jugendbetreuung, 1.500 öffentliche Bäder, die wegen Personalmangels geschlossen bleiben und 500 Bahnhöfe, an denen kein Zug mehr hält: Vier Beispiele von vielen, die zeigen, wie Bund, Länder und Gemeinden ihre öffentlichen Dienste seit Jahren kaputt sparen. Sie bilden die ersten Motive der bundesweiten Plakataktion der „Initiative öffentliche Dienste“, die am 31. August 2007 startet.

Die von dbb beamtenbund und tarifunion und ver.di Anfang August ins Leben gerufene „Initiative Öffentliche Dienste“ macht mobil gegen das staatliche Spardiktat zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger: Sie bekämpft fortlaufende Haushaltskürzungen, Privatisierungen und weiteren Stellenabbau und setzt sich für eine faire Bezahlung der Beschäftigten in den öffentlichen Diensten ein. Unter dem Motto „Genug gespart – Öffentliche Dienste sind Mehrwert“ sollen zudem die vielen Leistungen der öffentlichen Dienste dargestellt werden.

„Der Staat darf sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Alle Bürgerinnen und Bürger nutzen öffentliche Dienste, sie sind unverzichtbar. Hier verwendete Steuergelder kommen allen zugute. Er hat die Pflicht, öffentliche Dienste zur Verfügung zu stellen – bezahlbar, in guter Qualität und überall erreichbar. Öffentliche Dienste dürfen nicht ´kaputtgespart` werden!“ Diese und andere Botschaften zur Unverzichtbarkeit der öffentlichen Dienste sollen in den kommenden Monaten in die Öffentlichkeit getragen und breit diskutiert werden.

Hierzu dient auch und vor allem die Internetseite der Kampagne, die heute ebenfalls an den Start geht. Auf www.genuggespart.de wird eine bisher einmalige Leistungsschau präsentiert, in der über 100 öffentliche Dienst-Leistungsbereiche vorgestellt werden. Darüber hinaus finden sich hier weitere Hintergrundinformationen und Umfragen zum Thema sowie ein umfangreicher interaktiver Bereich, der zum Mitmachen, Diskutieren und Protestieren per Video, Mail oder SMS einlädt.

24-08-07

Übergabe Unterschriften : Arbeitskreis Aktion übergibt mehr als 6.000 Unterschriften gegen die geplante Änderung des Personalvertretungsgesetzes Landtagspräsidentin Frau Regina van Dinther

Stefanie Plikat, Mitglied des Arbeits-kreises Aktion auf Landesebene, und der Landesvorsitzende über-reichten am 21. 08. 2007 der Land-tagspräsidentin Frau Regina van Dinther einen prallgefüllten Ordner mit über 6.000 Unterschriften von Kolleginnen und Kollegen aus den Finanzämtern in NRW, um damit zu

dokumentieren, dass die Gesetzesvorhaben gegen die Interessen der Beschäftigten stattfinden. Frau van Dinther erklärte in einem Gespräch, dass der massive Protest offensichtlich Wirkung gezeigt habe und man intensive Diskussionen, zumindest in ihrer Partei (CDU), geführt hat. Sie könne sich durchaus vorstellen, führte sie weiter aus, dass durchaus noch Änderungen im Sinne der Beschäftigten erfolgen können. Diese würden dann in den weiteren Beratungen ab Mitte September einfließen.

Die beiden DSTG-Vertreter machten auch in diesem Gespräch noch einmal sehr deutlich, dass diese Landesregierung nicht jegliches Vertrauen ihrer Beschäftigten verspielen sollte, weil gerade der öffentliche Dienst die Säule der Landesregierung ist.

Zum Abschluss des Gespräches drückte der Landesvorsitzende Hans-Werner Kaldenhoff gegenüber der Landtagspräsidentin noch einmal die Hoffnung aus, dass sich die klugen und ausgleichenden Politiker gegenüber den realistisch verbohrten Hartlinern durchsetzen mögen, denn man schafft keine effektiveren Strukturen, wenn man den Beschäftigten unentwegt vor den Kopf stößt und sie weder finanziell noch mitbestimmungsrechtlich teilhaben lässt.

23-08-07

Postkartenaktion Antrag auf Gleichbehandlung!

Nach über drei Jahren ohne Gehalts-erhöhung, stattdessen mit massiven finanziellen Einbußen, fordern Nord-rhein-Westfalens Finanzbeamte eine angemessene Gehaltserhöhung, ver-gleichbar den Abschlüssen, die sich in den anderen Tarifbereichen er-geben haben. „Es muss endlich Schluss sein mit der Benachtei-ligung der Beamten in NRW und es kann auch nicht angehen, dass sich die Abgeordneten eine Diätenerhöh-ung gegönnt haben, während die Be-schäftigten leer ausgehen“, dies er-klärte Hans-Werner Kaldenhoff, Lan-

desvorsitzender der DSTG, in einem Gespräch mit Finanzminister Dr. Helmut Linssen und überreichte ihm dabei einen Waschkorb, hochgefüllt mit tausenden von Schreiben der Beamtinnen und Beamten aus den nordrhein-westfälischen Finanzämtern. In diesen Schreiben fordern die Steuerbeamten endlich wieder an der allgemeinen Gehaltsentwicklung teilzunehmen und den Einkommensrückstand zu den anderen Bereichen wieder auszugleichen. „Es kann nicht angehen“, so Kaldenhoff an Dr. Linssen, „dass die Haushaltssanierung in NRW nur zulasten einer Berufsgruppe geht.“

22-08-07

Gespräch der DSTG-Landesleitung mit Finanzminister :
Besoldungserhöhung erst zum 01.07.2008 - Abbau des Besoldungsrückstandes weiterhin nicht in Sicht!

Am 20.08.2007 hat ein ausführ-liches Gespräch der Landeslei-tung mit Herrn Finanzminister Dr. Linssen in der Landesgeschäfts-stelle der DSTG stattgefunden. Weitere Teilnehmer seitens der Verwaltung waren Herr Ministerial-dirigent Spies (Abteilungsleiter II)

und Herr Ministerialdirigent Brommund (Abteilungsleiter IV) sowie der Leiter des Ministerbüros, Herr Dr. Optendrenk. Themenschwerpunkte waren Besoldung, Fortentwicklung, Arbeitsbelastung, Auswirkungen des Personalabbaus und die IT-Struktur in der Finanzverwaltung.

Einleitend wies die Landesleitung sehr deutlich auf die derzeitige Situation in den Finanzämtern hin. In den Dienststellen des Landes mache sich bei den Kolleginnen und Kollegen eine tiefe Enttäuschung breit, weil der ständig wachsenden Arbeitsbelastung ein beispielloser Einkommensverlust gegenübersteht. Jeder habe Verständnis dafür, dass die Landesfinanzen saniert werden müssen, man habe in unserer Verwaltung allerdings kein Verständnis dafür, dass dies einzig und allein auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird.

Dem Minister wurde noch einmal verdeutlicht, dass mittlerweile in allen anderen Branchen Tarifabschlüsse vorliegen, die der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in etwa Rechnung tragen. Finanzminister Dr. Linssen führte dazu aus, dass er durchaus Verständnis für die Belange der Beschäftigten, insbesondere bei der Einkommensent-wicklung der Beamten, habe. Er sehe jedoch kaum eine Möglichkeit, die für Juli 2008 geplante Erhöhung von 2,9 % zeitlich vorzuziehen, da die Haushaltslage aufgrund unvorhergesehener Verpflichtungen von ca. 1 Mrd. € dies nicht hergäbe. Nach dem Eindruck der Landesleitung werde dafür kein Beschäftigter in unserer Verwaltung Verständnis haben.

Für die Folgejahre sollte eine Einkommenserhöhung vorgesehen wer-den, die sich an den anderen Tarifabschlüssen orientiere, dafür wolle er sich einsetzen. Über konkrete Zahlen könne er zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht sprechen.

Die Landesleitung forderte den Minister auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Perspektiven für die Beschäftigten auch im Hinblick auf Beförde-rungen und Aufstiege erhalten bleiben. Dr. Linssen bot an, gemeinsam mit der DSTG (und dem dbb) für eine Modernisierung des Beamten- und Besoldungsrechts im Rahmen der Föderalismusreform I einzutreten. Dieses Angebot nahm die Landesleitung an und wird in Kürze die Vorstellungen der DSTG artikulieren.

Darüber hinaus müssen nach Auffassung der DSTG-Landesleitung genügend Mittel für eine sachgerechte und vernünftige IT-Struktur bereitgestellt werden, damit bei weiter sinkendem Personalbestand Massenfälle über ein funktionierendes und ausgeklügeltes Risikoma-nagementsystem abgearbeitet werden können und nicht den Veran-lagungsbezirk belasten. Dies sei besonders vor dem Hintergrund des weiteren Personalabbaus durch das Personaleinsatzmanagement notwendig, da hier mittelfristig wieder Zuführungen zu den Bp-Stellen erfolgen müssen. Dieses geht aus heutiger Sicht nicht, da innerhalb der Veranlagungsbezirke keinerlei Luft mehr sei. Der Finanzminister gab der Landesleitung in ihrer Einschätzung vollkommen Recht und sagte zu, hierfür verstärkt Sorge zu tragen und ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. Die DSTG machte jedoch unmissverständlich deutlich, dass dies nicht „auf die lange Bank“ geschoben werden dürfe, sondern kurzfristig erfolgen müsse.

Abschließend einigte man sich einvernehmlich darauf, dass das nächste Arbeitsgespräch im Spätherbst stattfinden wird, nachdem noch einmal eindringlich der Minister darauf hingewiesen wurde, dass die Beschäftigten endlich einmal wieder Anerkennung in Form finanzieller Verbesserungen erwarten.

10-08-07

Pressespiegel zur Demo am 08.08.2007:

Pressespeigel vom 08.08.2007

09-08-07

Mehr als 10.000 demonstrieren in Düsseldorf gegen die Beschneidung von Mitbestimmungsrechten!

Der DGB hatte für den 08.08.2007 zum Protestzug vom Hauptbahn-hof zur Landtagswiese aufgerufen. Die DSTG hatte sich angeschlos-sen und fast 1.200 waren ihrem Ruf gefolgt. Der Demonstrations-zug mit über 10.000 Teilnehmern wand sich durch die Innenstand über die „Kö“ zur Landtagswiese. Eine

Reihe von Spruchbändern und Plakaten zierten den Demozug. „LPVG 1974 – 2007! 33 Jahre und noch zu jung zum sterben!“ war auf einem Plakat zu lesen. Den Schluss bildete der große Block der DSTG, die eine

eigene Fußgruppe stellte. Ein Zug von Trauergästen des Bezirks-verbandes Westfalen umrahmte in gedeckter Kleidung die sechs Sargträger in Wolfsmasken, die das LPVG zur Grabe trugen. Allen voran der vom Ortsverband Hagen gestiftete Kranz mit der Aufschrift: „Vom Wolff heimtückisch aus dem

Leben gerissen“. Der Verkehr kam stellenweise zum Erliegen und Straßenbahnen mussten warten, bis sich der fast 30 Minuten lange Demozug den Weg zur Landtagswiese gebahnt hatte. Die Landtagswiese

füllte sich schnell und konnte diese Menge von Demoteilnehmern nicht auf-nehmen. Zum Auftakt der Kund-gebung wurde der DSTG-Sarg auf der Bühne niedergelegt und zwei mit Kettensägen bewaffnete Män-ner in Rüttgers- und Wolfsmaske zersägten symbolisch einen Baum-stamm mit der Aufschrift „Mitbe-stimmung“. Der DGB-Vorsitzende

Guntram Schneider begrüßte die Teilnehmer und ließ kein gutes Haar an unserem Ministerpräsidenten. „ Herr Rüttgers beruft sich gerne auf seine Amtsvorgänger Karl Arnold und Johannes Rau, betreibt in der Praxis aber das Gegenteil. Er blinkt gern links und fährt dann rechts um die Ecke.", so der DGB-Chef.

Im Anschluss trat Hans-Werner Kaldenhoff ans Mikro. „Seit Jahren Einkommensverluste, Personalabbau, Arbeit bis zum Abwinken und jetzt

auch noch die Mitbestimmung in weiten Teilen verlieren. Mehr als 1000 Mitglieder der DSTG haben sich dieser DGB-Demo ger-ne und dankbar angeschlossen, weil sie genauso wie die übrigen Beschäf-tigten in den Finanzämtern stink-sauer sind, wie geringschätzig die-se Landesregierung mit ihrem Personal umgeht. Diese Landesre-

gierung ist auf dem besten Wege einen gut funktionierenden hoch motivierten Öffentlichen Dienst zu zerschlagen und damit die Demokratie in Frage zu stellen.", führte er in seiner Ansprache aus.

Danach meldete sich der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Frank Richter zu Wort und sandte ein deutliches Signal in Richtung Landtag: „Wir können die Demokratie in NRW nur dann aus Überzeugung schützen, wenn wir dies auch am eigenen Leib erleben!“. Den Schluss bildete der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske. Seiner Meinung nach stehe  der Angriff auf die Mitbestimmung in einer "Kette schlechter Entscheidungen dieser Landesregierung." Er befürchtet, dass die NRW-Pläne ein Testlauf für eine Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes seien.

Zu den Demonstranten gesellten sich die Fraktionsvorsitzenden Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann (Bündnis 90 die Grünen). Mit Herrn Wolfgang Freye war auch ein Vertreter von „DIE LINKE NRW“ vertreten. Die Stellungnahmen der Regierungsfraktionen fielen wie erwartet aus: Die CDU-Landtagsfraktion wies die Kritik zurück! Den Gewerkschaften ginge es nur um Besitzstände; die zentralen Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte blieben unangetastet. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Gerhard Papke sagte, der Zug in Richtung "Privat vor Staat" sei mit Volldampf unterwegs und kein Gewerkschaftsfunktionär werde ihn aufhalten können. Auch wenn sich das in Einzelgesprächen oftmals anders anhört, verfallen die Regierungsverantwortlichen eben doch immer wieder in dieselben Muster der Öffentlichkeitsarbeit zurück und streuen dem Bürger Sand in die Augen. Vergessen sind Aussagen wie „NRW ist und bleibt das Land der Mitbestimmung“ oder „Wir müssen die Beschäftigten beim Modernisierungsprozess mitnehmen!“.

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Karsten Rudolph, erklärte, der Gesetzentwurf habe bei der Sachverständigenanhörung im Landtag "eine verheerende Kritik" erfahren. Er kündigte an, eine namentliche Abstimmung zu beantragen, damit man sehen könne, wer das "arbeitnehmerfeindliche Gesetz" mittrage. Es stellt sich allerdings die Frage, ob das nicht sogar kontraproduktiv sein könnte. Wie es ausgeht bleibt abzuwarten. Die Entscheidung fällt im Herbst.

An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank für die Teilnahme. Ein besonderer Dank gilt dem DGB NRW. Die Zusammenarbeit hat wirklich super geklappt!

Rede des Landesvorsitzenden   Bericht WDR-Homepage

Bericht zur Anhörung am 08.08.2007   Bildimpressionen

Videos:

Aufstellung    Demozug   Mitbestimmung wird zersägt

Schlusskundgebung   Beitrag WDR Aktuelle Stunde 08.08.2007

07-06-07

Pressemitteilung:

Mehr als 1.000 Finanzbeamte demonstrieren am 08.08.2007 in Düsseldorf gegen den Abbau von Mitbestimmungsrechten

Mit über 1.000 Demonstranten aus den Finanzämtern beteiligt sich die Steuer-Gewerkschaft am Protest des DGB gegen den Abbau von Mitbestimmung in NRW am kommenden Mittwoch (08.08.2007) in Düsseldorf. Bei dem Protestmarsch, der um 12.00 Uhr in der Friedrich-Ebert-Straße beginnt und mit einer Kundgebung am Landtag endet, wird eine Gruppe Steuerbeamter in dunkler Kleidung die Mitbestimmung, begleitet von Trauermusik, zu Grabe tragen.Mit der Demo fordert die DSTG die Fraktionen der Koalition im Düsseldorfer Landtag auf, erhebliche Korrekturen am Entwurf des Personalvertretungsgesetzes vorzunehmen.

Pressemitteilung vom 06.08.2007

25-07-07

Gemeinsamer Protest von DSTG und DGB vor dem Landtag:
"Was Recht ist muss Recht bleiben!"

DSTG und DGB wehren sich gemeinsam gegen eine weitere Verhöhnung der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes. Eine Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung wird uns bereits verweigert, die Arbeitsbelastung gegen alle Vernunft ständig erhöht. Jetzt sollen uns sogar ele-

mentare Rechte genommen werden. Die Auswertung persönlicher Daten oder Umsetzungen sollen zukünftig in der alleinigen Entscheidung des Dienststellenleiters stehen.

Kommen Sie deshalb mit nach Düsseldorf! Melden Sie sich noch heute bei Ihrem Ortverband an.

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