einkommensrunde 2003 24. April 2002 dbb
Bundeshauptvorstand: Trendwende in der Einkommenspolitik überfällig
Der
dbb Bundeshauptvorstand hat auf seiner Sitzung am 23. April 2002 in Saarbrücken
eine Trendwende in der Einkommenspolitik im öffentlichen Dienst
gefordert. Die
Beschäftigten des öffentlichen Dienstes benötigen nach Jahren
bescheidener Einkommensanpassungen mit deutlichen Realeinkommensverlusten
Einkommenszuwächse, die sich nicht nur an der allgemeinen
Einkommensentwicklung orientieren, sondern auch den Trend realer
Einkommensverluste stoppen bzw. umkehren, heißt es in einem
entsprechenden Beschluss des dbb Bundeshauptvorstandes. Der dbb fordert
deshalb eine deutliche lineare Einkommensanpassung, die das erwartete
Wirtschaftswachstum ebenso berücksichtigt wie die Preissteigerungen der
Jahre 2002 und 2003. Zusätzlich müsse Spielraum für eine Stärkung der
Kaufkraft der Beschäftigten gegeben sein. Sobald gesicherte Daten zur
wirtschaftlichen Entwicklung vorliegen, soll die lineare Forderung
konkretisiert werden. Schnelles Handeln fordert der Bundeshauptvorstand
darüber hinaus bei der Angleichung der Beschäftigungs- und
Einkommensbedingungen im öffentlichen Dienst der neuen Länder. Die
Angleichung der Bezahlung müsse bis spätestens im Jahre 2006
abgeschlossen sein. Weitere
Beschlüsse zielen darauf ab, die Bezüge vor weiteren Sparzugriffen
abzusichern bzw. das Besoldungsgefüge umzustrukturieren. So soll die seit
1993 eingefrorene Sonderzuwendung, die zum Jahres- und Lebenszeiteinkommen
der Beamten und Versorgungsempfänger zählt als Bezügebestandteil in die
Grundgehaltstabelle eingebaut werden. Als nicht hinnehmbar bezeichnet der dbb Bundeshauptvorstand die überproportionale Kürzung der Anwärterbezüge in den vergangenen Jahren. Um ausreichend Nachwuchs gewinnen und den gestiegenen Anforderungen der Öffentlichkeit gerecht werden zu können, benötige der öffentliche Dienst die bestmögliche personelle Ausstattung. Eine spürbare Aufstockung der Einkommen des Beamtennachwuchses sei deshalb unabdingbar |