Erklärung des Landeshauptvorstandes vom 08.03.2002 08. März 2002 Wir leisten Widerstand! Der
Landeshauptvorstand der Deutsche
Steuer-Gewerkschaft erklärt für über 22.000 verbitterte Mitglieder,
dass die Einführung der 40-Stunden-Woche in der Steuerverwaltung mit
allen politischen Mitteln bekämpft wird. Es wäre ein fataler Fehler aller politisch Verantwortlichen zu glauben, die Beamtinnen und Beamten würden sich nur gegen eine Verlängerung ihrer Arbeitszeit auflehnen. Diese Auseinandersetzung wird geführt, um einen weiteren Einkommensraub durch die Politik zu verhindern. Wir
haben die Verkürzung der Arbeitszeit mit einer Kürzung unserer Einkommen
um 4,6 % in den Jahren 1989 und 1990 bezahlen müssen. Wir müssen diese
Arbeitszeitverkürzung seit dieser Zeit durch verringerte Einkommen Jahr für
Jahr bezahlen. Wir
haben den politischen Versprechungen geglaubt, dass durch
Einkommensverzicht neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollten. Wir
waren und sind solidarisch! Allein für die Steuerverwaltung hätten über
900 zusätzliche Arbeitsplätze mit diesen Einkommenskürzungen finanziert
werden können. Die
Politik hat uns missbraucht! Kein
Versprechen ist eingehalten worden! Im Gegenteil, es wurden mehrere
tausend Arbeitsplätze vernichtet! Wir haben die Arbeitszeitverkürzung
nicht geschenkt bekommen, sondern wir haben sie teuer bezahlt! Wir
lassen uns nicht länger betrügen! Wir nehmen nicht hin, dass die
Einkommen erneut gekürzt werden sollen! Wir
sind diejenigen, die für die Einnahmen sorgen, damit politische Ziele und
Programme umgesetzt werden können. Ohne uns gibt es keine Politik! Die
Politiker brauchen uns! Wir
sind Wählerinnen und Wähler, die als Mitarbeiter/innen in der Verwaltung
wie alle abhängig Beschäftigten für ihre Arbeitsleistung Anspruch auf
zutreffendes Entgelt haben. Wir
sagen der Landesregierung und dem Landtag NRW in aller Deutlichkeit: wir werden uns nicht länger als die Sparschweine missbrauchen lassen.
|