Besoldungsstrukturgesetz - DBB Initiative zeigt Wirkung!

06. März 2002

dbb Initiativen zeigen Wirkung

Der dbb beamtenbund und tarifunion hält nicht unmittelbaren Regelungsbedarfs sondern weiteren Beratungsbedarf beim Besoldungsstrukturgesetz für dringend angezeigt. In gleichlautenden Schreiben an die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen hat sich dbb Chef Erhard Geyer deshalb dafür eingesetzt, das Gesetzesvorhaben wegen verschiedener Ungereimtheiten nicht mehr in dieser Legislaturperiode abzuschließen.

Zu den Ungereimtheiten zählt der dbb vor allem die sogenannte Bandbreitenregelung, mit der die bundeseinheitliche Besoldung praktisch zur Disposition gestellt wird. Auch dürfte es durch die beabsichtigte Einstufung innerhalb von Bandbreiten im gehobenen und höheren Dienst nach dem Ermessen der einzelnen Dienstherren zu einem nicht hinnehmbaren Wettbewerb um geeigneten Nachwuchs kommen, den die finanzstärkeren Ländern für sich entscheiden werden.

Aus sozialen und familienpolitischen Gründen abgelehnt wird vom dbb der ersatzlose Wegfall des Verheiratetenanteils im Familienzuschlag für neu eintretende Besoldungsempfänger bzw. solche, die erst nach Inkrafttreten des Gesetzes heiraten. Das Vorhaben benachteilige überdies Besoldungs- und Versorgungsempfänger gegenüber Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes, denen der Verheiratetenanteil im Ortszuschlag aufgrund tariflicher Regelungen weiter gezahlt wird.

Nicht konsensfähig werde das Gesetzesvorhaben schließlich auch dadurch, dass es vermeintlich abgestimmte Vorschläge zur Lehrereinstufung bzw. –besoldung aufgreift. Neue Lehrämter bzw. Kombinationen von Lehrämtern mit neuen Bezeichnungen würden die Eingangsvoraussetzungen verschlechtern und die Besoldung dauerhaft absenken. Vermisst werden vom dbb demgegenüber Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung. Schließlich fehle aufgrund der Festsetzung der Obergrenzen für Beförderungsämter jegliche Aufstiegsperspektive für Lehrer.

Bereits im Januar hatte der dbb an die innenpolitischen Sprecher der Parteien appelliert, die Verabschiedung des Besoldungsstrukturgesetzes zu verhindern.

Die Initiativen des dbb beamtenbund und tarifunion zum Besoldungsstrukturgesetz sind offenbar nicht ohne Wirkung geblieben. Nachdem der Innenausschuss des Deutschen Bundestages seine Beratung des Gesetzentwurfs auf unbestimmte Zeit vertagt hat, sprechen gegenwärtig alle Anzeichen dafür, dass die Denkpause zu einem Wegfall der strittigsten Bestimmungen genutzt wird. Konkret wird damit gerechnet, dass der familienfeindliche Wegfall des Verheiratetenanteils im Familienzuschlag und ggf. die umstrittene „Bandbreitenregelung“ in dieser Legislaturperiode nicht weiter verfolgt werden.

Der dbb hatte noch in dieser Woche an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Struck und die Vorsitzenden der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Rezzo Schlauch und Kerstin Müller appelliert, den Gesetzentwurf u.a,. wegen dieser Bestimmungen nicht weiter zu verfolgen.

Mit einer Wiederaufnahme der Beratungen im Innenausschuss wird frühestens am 13. März 2002 gerechnet.

Die Initiativen des dbb beamtenbund und tarifunion zum Besoldungsstrukturgesetz sind offenbar nicht ohne Wirkung geblieben. Nachdem der Innenausschuss des Deutschen Bundestages seine Beratung des Gesetzentwurfs auf unbestimmte Zeit vertagt hat, sprechen gegenwärtig alle Anzeichen dafür, dass die Denkpause zu einem Wegfall der strittigsten Bestimmungen genutzt wird. Konkret wird damit gerechnet, dass der familienfeindliche Wegfall des Verheiratetenanteils im Familienzuschlag und ggf. die umstrittene „Bandbreitenregelung“ in dieser Legislaturperiode nicht weiter verfolgt werden.

Der dbb hatte noch in dieser Woche an den SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Struck und die Vorsitzenden der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Rezzo Schlauch und Kerstin Müller appelliert, den Gesetzentwurf u.a,. wegen dieser Bestimmungen nicht weiter zu verfolgen.

Mit einer Wiederaufnahme der Beratungen im Innenausschuss wird frühestens am 13. März 2002 gerechnet.

 

 

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