Bericht der landesfrauenvertretung 15.
Oktober 2001 Bericht des Landestarifausschusses AbfindungsregelungenArbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 31.12.2002 ihr Arbeitsverhältnis unter Zahlung einer Abfindung auflösen. Die Regelung ist zeitlich und finanziell gestaffelt. Der Landestarifausschuss wird mit der Landesleitung ein Mitgliederinfo herausgeben, in dem die Risiken einer solchen Regelung dargestellt werden. FortbildungsmaßnahmenDie seit 1997 erfolgreich durchgeführte Förderungsfortbildung für Verwaltungsangestellte vergleichbar dem m.D. wird auch in 2001 fortgesetzt. An der Fortbildungsmaßnahme können landesweit 50 Verwaltungsangestellte teilnehmen. Der Landestarifausschuss begrüßt diese Maßnahme ausdrücklich, da diese Fortbildungsmaßnahme den Teilnehmern die Möglichkeit einer umfassenden Einsatzbreite eröffnet. BüroservicestelleDurch eine neue Organisationseinheit „Büroservice“ könnte ein Mischarbeitsgebiet aus den Bereichen Post- und Botendienst, Hausmeisterdienst, Material- und Vordruckverwaltung, Pförtnerdienst, Fernsprechzentrale, Bücherei, Vervielfältigungsstelle und Altaktenverwaltung entstehen. Der Landestarifausschuss fordert die Umsetzung dieses Vorschlags unter gleichzeitigem Verzicht auf die Vergütungsgruppen X und IX BAT. Wir haben den Finanzminister über die Landesleitung aufgefordert, entsprechend zu handeln. ErhebungsbezirkeDer Landestarifausschuss hat schon frühzeitig darauf hingewirkt, dass mit der Einführung der Erhebungsbezirke eine Verbesserung der Eingruppierung erfolgen müsste. Nach tarifrechtlicher Prüfung kommt es aufgrund höherwertiger Tätigkeiten zu einer Eingruppierung in die Vergütungsgruppe Vc BAT mit dreijährigem Fallgruppenaufstieg nach Vb BAT. Die tarifrechtliche Umsetzung bei Einführung der Einheitlichen Erhebungsstellen verläuft überwiegend reibungslos. Umstrukturierung der PrüfungsfinanzämterDurch Umstrukturierung der Prüfungsfinanzämter muß auch der Situation der Verwaltungsangestellten in diesem Bereich Rechnung getragen werden. Die Zusammenlegung bzw. die Auflösung einzelner Dienststellen führt teilweise dazu, dass Tätigkeitsfelder doppelt besetzt sind und in nicht unerheblichem Umfang Personalverschiebungen vorgenommen werden müssen. Der Landestarifausschuss ist der Auffassung, dass die Umstrukturierung für die Betroffenen so sozialverträglich wie möglich durchgeführt werden muß und Härtefälle auszuschließen sind. "58'er
Regelung / Altersteilzeit" Die 58er Regelung für den Tarifbereich wurde bis zum 31.12.2005 verlängert. Der Altersteilzeittarifvertrag wurde bis zum 31.12.2009 verlängert. Jetzt können auch erstmalig teilzeitbeschäftigte Kolleginnen und Kollegen von der Möglichkeit der Altersteilzeit Gebrauch machen. TarifverhandlungenDie Verhandlungen über die Zukunft der Zusatzversorgung werden bereits seit geraumer Zeit mit den Arbeitgebern geführt. Eine Expertenkommission soll die Zusatzversorgung reformieren. Die Tarifvertragsparteien haben sich bei ihren Tarifverhandlungen zur Reform der Zusatzversorgung darauf geeinigt, eine Expertenkommission einzusetzen, die Modelle für eine finanzierungsfähige Zusatzversorgung ausarbeiten soll. Bereits in den letztjährigen Vergütungstarifverhandlungen waren die Tarifpartner des öffentlichen Dienstes überein gekommen, dass das Zusatzversorgungssystem dringend reformbedürftig ist und dass eine Lösung gefunden werden muss, die sicher stellt, dass die Zusatzversorgung dauerhaft finanzierbar bleibt. Dies soll allerdings ohne weitere Umlagesatzerhöhungen geschehen. Ausserdem sollen die vom Bundesverfassungsgericht (BverfG) aufgeworfenen Fragen in die Verhandlungen einbezogen werden. Weitere Einzelheiten werden auf der Landeshauptvorstandssitzung vorgetragen. Rentenreform: Überblick über die wesentlichsten InhalteMit der Rückkehr zur lohnorientierten Rentenanpassung zum 1. Juli 2001 (im Altersvermögensergänzungsgesetz geregelt) wird sichergestellt, dass die Rentnerinnen und Rentner am Wachstum der Wirtschaft beteiligt werden, wie es in der Lohnentwicklung zum Ausdruck kommt. Veränderungen der Abgabenbelastung, die nicht die Alterssicherung betreffen, bleiben in der Anpassungsformel künftig unberücksichtigt. Da langfristig ein angemessener Lebensstandard im Alter nur mit zusätzlicher Altersvorsorge erreicht werden kann, werden folgerichtig die Aufwendungen für die zusätzliche Altersvorsorge in der Anpassungsformel berücksichtigt. Ab 2011 beteiligt die Formel sowohl die Bestandsrentner wie auch die künftigen Rentner durch einen etwas flacheren Rentenanstieg an den notwendigen Einsparungen, um künftige Mehrausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung aufgrund des wachsenden Anteils älterer Menschen moderat abzubremsen. Förderung
der zusätzlichen kapitalgedeckten Altersvorsorge Geförderter Personenkreis Schlichtungsabkommen im öffentlichen Dienst gekündigtDie DBB-Tarifunion hat in diesem Frühjahr das Schlichtungsabkommen für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gekündigt. Ziel ist es, ein neues Verfahren mit den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes zu vereinbaren, das den Verhandlungsdruck erhöhen soll. Das angestrebte neue Schlichtungsabkommen soll den Einigungswillen der Tarifparteien verstärken. Der Gewerkschaft schwebt vor, ein zügiges Verfahren zu schaffen, um die Schlichtung gegebenenfalls in zeitlicher Nähe zu den Verhandlungen durchführen zu können. Deshalb sollen die Fristen verkürzt werden. Die Tarifverhandlungen sollen nach der Vorstellung der Gewerkschaft künftig bereits vor Auslaufen der Tarifverträge aufgenommen werden. Außerdem sollen in dem neuen Abkommen konkrete Vereinbarungen für Beginn und Ende der Friedenspflicht getroffen werden. Nach dem bisherigen Schlichtungsverfahren waren zwischen dem Scheitern der Verhandlungen und deren Wiederaufnahme nach dem Schlichterspruch bis zu fünf Wochen vergangen. Während der letzten zehn Jahre haben vier Tarifrunden im öffentlichen Dienst in die Schlichtung geführt. Wahl
des LTA - Vorstand Nach der Geschäftsordnung des LTA’s wird auf der ersten Sitzung des LTA’s nach einem Landesverbandstag auch der LTA - Vorstand neu gewählt. Die Wahlen im Mai d. J. brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Karl-Heinz Leverkus. Stellvertretende Vorsitzende Maria Richarz und Friedhelm Thomas. Protokollführerin Andrea Deuker. |