Gummersbach,
07. Dezember 2000
Verbandstag der Deutschen Steuer-Gewerkschaft NRW
„Die Mitarbeiter der Steuerverwaltung stehen für Toleranz und Zivilcourage“
Die schlimmen Nachrichten der
letzten Wochen und Monate über brutale Gewalt gegen Frauen, Männer und Kinder,
die wegen ihrer Herkunft, Weltanschauung, Religion, Kultur oder Hautfarbe körperlich
oder verbal Opfer wurden, machen nicht nur erschrocken, sondern fordern alle
demokratischen Kräfte zum entschiedenen Handeln auf.
Der
Landesverbandstag der Deutschen Steuer-Gewerkschaft in NRW unterstützt
jegliches Handeln mit dem Ziel, solche Gewalt zu ächten und mit allen
rechtsstaatlichen Mitteln konsequent zu bekämpfen. Gewalttäter, wie Schläger
und Brandstifter dürfen nicht den Eindruck haben, dass ihre verbrecherischen
Taten von der demokratischen Gesellschaft hingenommen werden.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Steuerverwaltung haben im besonderen Maße die Aufgabe, sich für Freiheit und Demokratie sowohl dienstlich als auch privat aktiv einzusetzen. Dabei haben sie als Angehörige des öffentlichen Dienstes beim Umgang mit Menschen – unabhängig von Weltanschauung, Religion, Kultur, Hautfarbe oder Herkunft – Vorbildfunktion.
Die
Steuer-Gewerkschaft spricht sich gegen Wegschauen und Gleichgültigkeit aus.
Die
Steuer-Gewerkschaft wird dazu beitragen, dass in unserem Land kein Mensch
Angst vor Verfolgung und Gewalt haben muss.
Die
Steuer-Gewerkschaft unterstützt mit Nachdruck das von der Landesregierung
NRW ins Leben gerufene „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage – Gegen
Gewalt und Fremdenfeindlichkeit.“